Sushi selber machen – mit Lachs, Garnelen, Ente & Avocado

von Michael Krauß
Selbst gemachtes Sushi mit Lachs, Garnelen, Avocado und Gurke

Sushi selber machen ist viel einfacher, als es zunächst aussieht – und macht besonders gemeinsam mit Freunden richtig Spaß. Bei dieser Variante kannst du verschiedene Sushi-Rollen mit Avocado, Gurke, geräuchertem Lachs, Garnelen, Frischkäse und gebratener Entenbrust kombinieren.

Die wichtigste Grundlage ist der richtig zubereitete Sushi-Reis. Er sollte weich und klebrig sein, seine Körner aber trotzdem noch erkennen lassen. Mit etwas Übung lassen sich daraus schnell abwechslungsreiche Maki-Rollen für einen gemeinsamen Sushi-Abend zubereiten.

Zutaten für selbst gemachtes Sushi

Für den Sushi-Reis

  • 500 g Sushi-Reis oder anderer geeigneter Rundkornreis
  • ca. 1 l Wasser beziehungsweise Menge nach Packungsangabe
  • 50 ml Reisessig
  • 2 EL Zucker

Für die Sushi-Rollen

  • Nori-Blätter
  • gerösteter Sesam
  • 1 Barbarie-Entenbrust
  • 1 reife Avocado
  • 1/4 Salatgurke
  • geräucherter Lachs in Scheiben nach Bedarf
  • gegarte Riesengarnelen nach Bedarf
  • Frischkäse nach Bedarf

Vorbereitungszeit: ca. 1 Stunde 30 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 50 Minuten
Portionen: ca. 6
Schwierigkeitsgrad: leicht

Zubereitung

1. Sushi-Reis gründlich waschen und garen

Den Sushi-Reis in ein feines Sieb oder eine Schüssel geben und mehrfach mit kaltem Wasser waschen. Dabei das Wasser immer wieder wechseln, bis es deutlich klarer bleibt.

Den gewaschenen Reis anschließend mit der passenden Menge Wasser nach Herstellerangabe in einen Topf geben.

Kurz aufkochen, dann die Hitze stark reduzieren und den Reis zugedeckt garen beziehungsweise quellen lassen, bis das Wasser vollständig aufgenommen wurde.

Während des Quellens möglichst nicht ständig umrühren, damit die Reiskörner nicht unnötig beschädigt werden.

2. Sushi-Reis mit Reisessig würzen

Den Reisessig mit dem Zucker verrühren, bis sich der Zucker weitgehend gelöst hat.

Den fertig gegarten Reis in eine breite Schüssel geben und die Essigmischung vorsichtig unterheben.

Den Reis anschließend auf etwa Raumtemperatur abkühlen lassen. Dabei nicht fest zusammendrücken.

Für eine gute Konsistenz sollte Sushi-Reis möglichst frisch verwendet und nicht unnötig lange im Kühlschrank gelagert werden.

3. Avocado, Gurke, Lachs und Garnelen vorbereiten

Die Avocado halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch in längliche Streifen schneiden.

Die Gurke waschen und ebenfalls in schmale Streifen schneiden.

Den geräucherten Lachs bis zur Verwendung gekühlt aufbewahren und in passende Streifen schneiden.

Für die Garnelen bereits vollständig gegarte Riesengarnelen verwenden. Je nach Größe längs halbieren oder ganz lassen.

Frischkäse und gerösteten Sesam bereitstellen.

4. Entenbrust für das Sushi zubereiten

Die Entenbrust trocken tupfen und überschüssiges Fett entfernen. Die Hautseite vorsichtig einschneiden, ohne tief in das Fleisch zu schneiden.

Die Entenbrust mit der Hautseite nach unten in eine kalte oder nur leicht vorgewärmte Pfanne legen und langsam erhitzen. So kann das Fett nach und nach austreten und die Haut wird knuspriger.

Die Entenbrust anschließend wenden und auch auf der Fleischseite anbraten.

Danach im Backofen vollständig durchgaren. Die im ursprünglichen Rezept von 2013 verwendete Zieltemperatur von 54 °C wird hier nicht mehr übernommen.

Die fertig gegarte Entenbrust abkühlen lassen und anschließend in dünne Streifen schneiden.

5. Sushi-Rollen formen

Eine Sushi-Matte mit einem Nori-Blatt belegen. Die glatte Seite des Nori-Blatts zeigt dabei nach unten.

Die Hände leicht mit Wasser anfeuchten und eine dünne Schicht Sushi-Reis auf dem Nori verteilen. Am oberen Rand etwa 2 cm frei lassen.

Nun je nach gewünschter Variante Avocado, Gurke, Lachs, Garnelen, Entenbrust oder etwas Frischkäse längs auf den Reis legen.

Die Rolle mithilfe der Sushi-Matte vorsichtig, aber gleichmäßig aufrollen und leicht zusammendrücken.

Den freien Rand des Nori-Blatts leicht anfeuchten und die Rolle vollständig schließen.

6. Sushi sauber schneiden

Ein sehr scharfes Messer leicht anfeuchten und die Sushi-Rollen zunächst halbieren.

Die beiden Hälften anschließend in gleichmäßig große Stücke schneiden.

Das Messer zwischendurch immer wieder reinigen und leicht befeuchten. Dadurch bleibt weniger Reis an der Klinge kleben und die Stücke werden sauberer.

Sushi-Variationen für einen gemeinsamen Sushi-Abend

Mit den Zutaten lassen sich viele verschiedene Kombinationen ausprobieren.

Sehr gut passen zum Beispiel Lachs mit Avocado und Frischkäse, Garnele mit Gurke und Avocado oder Entenbrust mit Gurke und Sesam.

Für vegetarische Sushi-Rollen kannst du einfach Avocado, Gurke, Frischkäse und gerösteten Sesam miteinander kombinieren.

Tipps für selbst gemachtes Sushi

Der Sushi-Reis sollte vollständig abgekühlt beziehungsweise höchstens noch leicht lauwarm sein, bevor die Rollen geformt werden.

Verwende beim Verteilen des Reises nur eine dünne Schicht. Zu viel Reis macht die Rollen unnötig dick und erschwert das Aufrollen.

Die Hände zwischendurch mit etwas Wasser anzufeuchten verhindert, dass der klebrige Reis ständig an den Fingern haften bleibt.

Fisch, Garnelen, Frischkäse und andere leicht verderbliche Zutaten sollten möglichst lange gekühlt bleiben und erst kurz vor dem Rollen bereitgestellt werden.

Warum Sushi-Reis so wichtig ist

Der Reis hält die Sushi-Rolle zusammen und beeinflusst Geschmack sowie Konsistenz entscheidend.

Sushi-Reis ist klebriger als klassischer Langkornreis. Gleichzeitig sollte er aber nicht zu einem Brei gekocht werden. Deshalb sind gründliches Waschen und eine passende Wassermenge besonders wichtig.

Die Mischung aus Reisessig und Zucker wird erst nach dem Garen vorsichtig unter den warmen Reis gehoben.

Weitere asiatisch inspirierte Rezepte

Wenn du noch mehr Sushi ausprobieren möchtest, findest du auf meinem Blog auch meine Dragon Roll & Spicy Tuna Roll.

Für ein weiteres asiatisch inspiriertes Fischgericht empfehle ich meinen Teriyaki-Lachs auf Glasnudelsalat.

Sehr gut als frische Beilage passt außerdem mein Mango-Tomaten-Salat in Soja-Sesam-Vinaigrette.

Häufige Fragen zum Sushi selber machen

Welcher Reis eignet sich für Sushi?

Am besten eignet sich spezieller Sushi-Reis beziehungsweise ein geeigneter Rundkornreis, der nach dem Garen ausreichend klebrig ist, um die Rollen zusammenzuhalten.

Muss Sushi-Reis vor dem Kochen gewaschen werden?

Ja. Der Reis sollte mehrfach mit kaltem Wasser gewaschen werden, bis das Wasser deutlich klarer bleibt. Dadurch wird überschüssige Stärke entfernt.

Wann kommt der Reisessig zum Sushi-Reis?

Der Reisessig wird mit dem Zucker vermischt und nach dem Garen vorsichtig unter den noch warmen Reis gehoben. Er sollte nicht bereits von Anfang an mitgekocht werden.

Wie verhindere ich, dass Sushi-Reis an den Händen klebt?

Die Hände vor dem Verteilen des Reises leicht mit Wasser befeuchten. Dadurch bleibt deutlich weniger Reis an den Fingern hängen.

Kann ich Sushi ohne rohen Fisch selber machen?

Ja. Geräucherter Lachs, vollständig gegarte Garnelen, gegartes Fleisch, Avocado, Gurke und Frischkäse eignen sich sehr gut für Sushi ohne rohen Fisch.

Kann ich Sushi vegetarisch zubereiten?

Ja. Avocado, Gurke, Frischkäse, Sesam und weiteres Gemüse ergeben sehr gute vegetarische Sushi-Rollen.

Wie schneidet man Sushi-Rollen sauber?

Am besten funktioniert ein sehr scharfes, leicht angefeuchtetes Messer. Die Klinge sollte zwischen den Schnitten gereinigt und erneut leicht befeuchtet werden.

Kann man Sushi vorbereiten?

Die einzelnen Zutaten lassen sich vorbereiten. Fertige Sushi-Rollen sollten wegen Reis, Fisch, Frischkäse und anderen empfindlichen Zutaten jedoch möglichst frisch zubereitet und zeitnah serviert werden.

Fazit

Sushi selber zu machen ist eine schöne Idee für einen gemeinsamen Kochabend. Mit gut vorbereitetem Sushi-Reis, Nori-Blättern und verschiedenen Füllungen kann jeder seine eigene Lieblingsrolle zusammenstellen.

Geräucherter Lachs, gegarte Garnelen, Entenbrust, Avocado, Gurke, Frischkäse und Sesam bieten viele Möglichkeiten für abwechslungsreiche Sushi-Variationen.

Viel Spaß beim Rollen und guten Appetit!

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