Safrancrepe gefüllt mit Fischragout

von Michael Krauß
Safrancrêpe gefüllt mit cremigem Fischragout und frischen Kräutern

Safrancrêpes mit Fischragout sind ein feines Hauptgericht, das sich hervorragend für ein besonderes Essen eignet. Die dünnen, leicht aromatischen Crêpes bekommen durch Safran ihre schöne goldgelbe Farbe und werden mit einem cremigen Ragout aus Fisch, Weißwein und Kräutern gefüllt.

Das Gericht wirkt aufwendig, lässt sich aber gut vorbereiten. Sowohl die Crêpes als auch das Fischragout können weitgehend vorab zubereitet und kurz vor dem Servieren zusammengebracht werden.

Safrancrêpe gefüllt mit Fischragout

Safran besitzt ein sehr feines, unverwechselbares Aroma. Für die Crêpes genügt deshalb bereits eine kleine Menge. Zusammen mit einem milden Fischragout entsteht ein elegantes Gericht, bei dem keine Komponente die andere überdecken sollte.

Weitere Gerichte mit Fisch findest du in meiner Kategorie Fischgerichte.

Zutaten für 4 Personen

Für die Safrancrêpes

  • 125 g Weizenmehl
  • 250 ml Milch
  • 2 Eier
  • 20 g Butter
  • 1 kleine Prise Safranfäden oder gemahlenen Safran
  • 1 Prise Salz
  • etwas Butter oder neutrales Öl zum Ausbacken

Für das Fischragout

  • 400 g festes Fischfilet, zum Beispiel Lachs, Kabeljau oder Zander
  • 1 Schalotte
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 1 EL Butter
  • 100 ml trockener Weißwein
  • 150 ml Fischfond
  • 150 ml Sahne
  • 1–2 TL Zitronensaft
  • Salz
  • frisch gemahlener weißer Pfeffer
  • etwas frischer Dill oder Schnittlauch

Zubereitung

1. Safran vorbereiten

Den Safran mit zwei bis drei Esslöffeln leicht erwärmter Milch verrühren und einige Minuten ziehen lassen. Dadurch können sich Farbe und Aroma besser verteilen.

2. Crêpeteig herstellen

Das Mehl in eine Schüssel geben. Milch, Eier und eine Prise Salz dazugeben und alles zu einem glatten, dünnflüssigen Teig verrühren.

Die Safranmilch und die geschmolzene Butter unterrühren. Den Teig anschließend etwa 20 bis 30 Minuten ruhen lassen.

3. Safrancrêpes ausbacken

Eine beschichtete Pfanne leicht mit Butter oder Öl einfetten und erhitzen.

Eine kleine Menge Teig hineingeben und durch Schwenken dünn in der Pfanne verteilen. Den Crêpe von beiden Seiten goldgelb ausbacken.

So fortfahren, bis der gesamte Teig verbraucht ist. Die fertigen Crêpes übereinanderlegen und warm halten.

4. Fisch vorbereiten

Das Fischfilet auf eventuell vorhandene Gräten kontrollieren und anschließend in mundgerechte Würfel schneiden.

Die Schalotte und den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln.

Welche Zwiebelsorte sich für feine Saucen besonders gut eignet, erfährst du auch in meinem Beitrag Welche Zwiebel passt zu welchem Gericht?.

5. Sauce für das Fischragout zubereiten

Die Butter in einer großen Pfanne oder einem flachen Topf erhitzen. Schalotte und Knoblauch bei mittlerer Hitze glasig anschwitzen.

Mit dem Weißwein ablöschen und die Flüssigkeit einige Minuten reduzieren lassen.

Fischfond und Sahne dazugeben und die Sauce bei mittlerer Hitze etwas einkochen lassen.

6. Fisch sanft garen

Die Fischwürfel zur Sauce geben und bei niedriger bis mittlerer Hitze nur wenige Minuten gar ziehen lassen.

Der Fisch sollte gerade eben durchgegart sein und nicht unnötig lange kochen, damit er saftig bleibt und nicht zerfällt.

Das Ragout mit Salz, weißem Pfeffer und etwas Zitronensaft abschmecken. Zum Schluss fein geschnittenen Dill oder Schnittlauch unterheben.

7. Safrancrêpes füllen

Die warmen Safrancrêpes auf Teller legen und jeweils etwas Fischragout auf eine Hälfte geben.

Den Crêpe entweder zusammenklappen oder locker über die Füllung legen. Etwas Sauce darübergeben und nach Wunsch mit frischen Kräutern garnieren.

Tipps für besonders gute Safrancrêpes

  • Safran sparsam verwenden: Eine kleine Menge reicht für Farbe und Aroma vollkommen aus.
  • Crêpeteig ruhen lassen: Dadurch wird der Teig gleichmäßiger und lässt sich leichter dünn ausbacken.
  • Fisch nicht zu lange garen: Wenige Minuten reichen für kleine Fischwürfel meist aus.
  • Sauce zuerst reduzieren: Der Fisch sollte erst in die bereits weitgehend fertige Sauce kommen.
  • Zitrone erst zum Schluss: So lässt sich die Säure besser dosieren.

Welcher Fisch eignet sich für das Ragout?

Besonders gut funktionieren Fischsorten mit etwas festerem Fleisch. Kabeljau, Zander, Lachs oder Seelachs lassen sich gut in Würfel schneiden und behalten beim sanften Garen ihre Struktur.

Auch eine Mischung verschiedener Fischsorten ist möglich. Dadurch bekommt das Ragout unterschiedliche Texturen und ein besonders interessantes Aroma.

Was passt zu Safrancrêpes mit Fischragout?

Da Crêpe und Fischragout bereits ein vollständiges Gericht ergeben, braucht es keine schwere Beilage. Ein kleiner grüner Salat, etwas Blattspinat oder feines gedünstetes Gemüse passen hervorragend dazu.

Welcher Wein passt zum Fischragout?

Zum cremigen Fischragout und dem feinen Safranaroma passt ein trockener Weißwein. Ein Weißburgunder, Chardonnay oder ein nicht zu kräftiger Riesling begleitet das Gericht sehr gut.

Weitere Wein-Themen findest du auch in meinem Bereich Wein des Monats.

Kann man Safrancrêpes vorbereiten?

Ja. Die Crêpes lassen sich bereits einige Stunden vorher ausbacken und gestapelt im Kühlschrank aufbewahren. Kurz vor dem Servieren können sie in der Pfanne oder abgedeckt im Backofen erwärmt werden.

Die Sauce für das Fischragout kann ebenfalls vorbereitet werden. Den Fisch würde ich jedoch erst kurz vor dem Servieren hineingeben und frisch gar ziehen lassen.

Safran richtig verwenden

Safran sollte möglichst nicht einfach trocken in ein Gericht gegeben werden. Besser ist es, die Fäden zunächst in etwas warmer Flüssigkeit ziehen zu lassen. Dadurch verteilen sich Farbe und Aroma gleichmäßiger.

Weitere Grundlagen zu Zutaten und Küchentechniken findest du in meinem Bereich Küchenwissen.

Fazit

Safrancrêpes mit Fischragout sind ein feines, aber dennoch gut vorzubereitendes Gericht. Die goldgelben Crêpes, ein cremiges Ragout aus Fisch und Weißwein sowie etwas frische Zitrone ergeben eine elegante Kombination, die sich besonders gut für ein festliches Essen eignet.

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