Peyrigoux Käse – cremiger Weichkäse aus dem Périgord

von Michael Krauß
Peyrigoux Käse – französischer Weichkäse aus dem Périgord

Peyrigoux Käse – cremiger Weichkäse aus dem Périgord

Peyrigoux ist ein französischer Weichkäse aus dem Périgord. Auffällig ist vor allem seine ungewöhnliche Kranzform. Unter der weißen, essbaren Edelkulturrinde entwickelt sich eine sehr cremige Konsistenz, während das Innere angenehm frisch und leicht säuerlich bleiben kann.

Der Käse wird aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt und gehört zur Doppelrahmstufe. Aktuelle Produktinformationen nennen mindestens 60 % Fett i. Tr. Peyrigoux schmeckt mild-würzig, cremig und frisch und eignet sich sowohl für eine Käseplatte als auch als kleiner Gang nach dem Essen.

Was ist Peyrigoux?

Peyrigoux ist ein französischer Weichkäse mit einer charakteristischen weißen Edelkulturrinde. Besonders markant ist die ring- beziehungsweise kranzartige Form, durch die sich der Käse bereits an der Käsetheke leicht erkennen lässt.

Auf manchen Varianten findet sich der französische Hinweis „Cœur frais“, also „frisches Herz“. Gemeint ist damit der Kontrast zwischen dem weicheren, cremigen Außenbereich und dem frischeren Inneren des Käses.

Woher kommt Peyrigoux?

Peyrigoux wird dem Périgord im Südwesten Frankreichs zugeordnet. Die französische Region ist für zahlreiche kulinarische Spezialitäten bekannt.

Der cremige Peyrigoux passt hervorragend zu Brot, Nüssen, Feigen und fruchtig-süßen Begleitern.

Aus welcher Milch wird Peyrigoux hergestellt?

Peyrigoux wird aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt. Zu den typischen Zutaten gehören außerdem Salz, Käsereikulturen und Lab beziehungsweise ein entsprechender Labaustauschstoff.

Der Käse gehört zur Doppelrahmstufe. Aktuelle Produktinformationen nennen mindestens 60 % Fett in der Trockenmasse.

Warum hat Peyrigoux diese besondere Kranzform?

Die auffällige Form gehört zu den wichtigsten Erkennungsmerkmalen des Peyrigoux. Durch die große Oberfläche kann der Käse besonders gleichmäßig von außen nach innen reifen.

Dadurch entsteht der für Peyrigoux typische Kontrast: Der Bereich direkt unter der Rinde wird zunehmend weich und cremig, während das Innere zunächst frischer und etwas fester bleiben kann.

Wie schmeckt Peyrigoux?

Peyrigoux schmeckt mild, cremig, leicht würzig und angenehm frisch. Je nach Reifegrad verändert sich auch seine Konsistenz.

Ein jüngerer Peyrigoux besitzt noch einen deutlicheren frischen Kern. Mit zunehmender Reife wird der Käse weicher und geschmeidiger.

Kann man die Rinde von Peyrigoux essen?

Ja. Die weiße Edelkulturrinde des Peyrigoux ist zum Verzehr geeignet. Sie gehört geschmacklich zum Käse und muss vor dem Essen nicht entfernt werden.

Wie bei vielen Weichkäsen verändert sich die Rinde während der Reifung und trägt zum Aroma sowie zur cremigen Konsistenz bei.

Was ist Peyrigoux Coupe?

Wer an einer Käsetheke nach Peyrigoux sucht, findet häufig die Bezeichnung Peyrigoux Coupe.

„Coupe“ bedeutet im Französischen sinngemäß „Schnitt“. Gemeint ist damit eine größere Variante für die Käsetheke, von der die gewünschte Menge abgeschnitten wird. Ganze Peyrigoux-Coupe-Laibe können ungefähr 1,6 Kilogramm wiegen.

Geschmacklich bleibt es die für Peyrigoux typische Kombination aus cremiger Konsistenz, mild-würzigem Aroma und frischer Note.

Wie verwendet man Peyrigoux?

Peyrigoux eignet sich besonders gut als Bestandteil einer Käseplatte oder als kleiner Gang nach einem Essen. Durch seine cremige Konsistenz braucht er nicht viele zusätzliche Zutaten.

Sehr gut passen dazu:

  • frisches Baguette oder kräftiges Bauernbrot
  • Feigensenf
  • frische oder getrocknete Feigen
  • Walnüsse
  • Honig
  • Birnen
  • Trauben

Ich esse Peyrigoux besonders gerne mit Feigensenf. Die fruchtige Süße passt sehr gut zur milden Säure und zur cremigen Konsistenz des Weichkäses.

Kleine Servieridee: Peyrigoux mit Feigensenf, Walnüssen & Honig

In den Kommentaren wurde nach einer kleinen Idee gefragt, wie sich Peyrigoux servieren lässt. Dafür braucht es gar kein aufwendiges Rezept.

Zutaten für 2 Personen

  • 150–200 g Peyrigoux
  • 2 TL Feigensenf
  • 1 kleine Handvoll Walnüsse
  • 1 TL flüssiger Honig
  • einige Scheiben Baguette oder Bauernbrot

Zubereitung

Den Peyrigoux etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen, damit sich sein Aroma besser entfalten kann.

Den Käse auf einem kleinen Teller anrichten. Etwas Feigensenf daneben geben, die Walnüsse grob hacken und über beziehungsweise neben dem Käse verteilen.

Zum Schluss wenig Honig darüberträufeln und alles mit frischem Baguette oder kräftigem Bauernbrot servieren.

Mehr braucht dieser Käse meiner Meinung nach nicht. Gerade die Kombination aus Peyrigoux, Feigensenf und Walnüssen bringt seine cremige und leicht säuerliche Art sehr schön zur Geltung.

Welcher Wein passt zu Peyrigoux?

Zu einem milden, cremigen Weichkäse wie Peyrigoux passen eher elegante Weine, die den Käse nicht überdecken.

Gut funktionieren beispielsweise ein trockener oder feinherber Weißwein, ein leichter Chardonnay oder ein fruchtiger Sauvignon Blanc. Wer Peyrigoux zusammen mit Feigensenf oder Honig serviert, kann auch einen leicht restsüßen Wein probieren.

Wie lagert man Peyrigoux?

Peyrigoux sollte gekühlt gelagert werden. Eine Lagerung im Kühlschrank bei ungefähr 2 bis 8 °C ist für diesen Weichkäse geeignet.

Nach dem Anschneiden sollte der Käse gut verpackt und innerhalb weniger Tage gegessen werden. Vor dem Servieren kann er ungefähr 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur stehen, damit sich Geschmack und Konsistenz besser entwickeln.

Peyrigoux und andere französische Käsesorten

Wenn du gerne französische Käsespezialitäten probierst, findest du auf meinem Blog noch weitere ausführliche Käseporträts.

Weitere Begriffe und Käsesorten findest du außerdem in meinem Käse Lexikon.

Häufige Fragen zu Peyrigoux

Was ist Peyrigoux?

Peyrigoux ist ein französischer Weichkäse aus pasteurisierter Kuhmilch. Er besitzt eine essbare weiße Edelkulturrinde und fällt durch seine ungewöhnliche Kranzform auf.

Woher kommt Peyrigoux?

Peyrigoux wird dem Périgord im Südwesten Frankreichs zugeordnet.

Aus welcher Milch besteht Peyrigoux?

Peyrigoux wird aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt.

Wie viel Fett hat Peyrigoux?

Aktuelle Produktinformationen nennen für Peyrigoux mindestens 60 % Fett i. Tr. Der Käse gehört zur Doppelrahmstufe.

Kann man die Rinde von Peyrigoux essen?

Ja. Die weiße Edelkulturrinde ist essbar und gehört geschmacklich zum Käse.

Wie schmeckt Peyrigoux?

Peyrigoux schmeckt mild-würzig, cremig und leicht frisch-säuerlich. Mit zunehmender Reife wird seine Konsistenz weicher und cremiger.

Was bedeutet Peyrigoux Coupe?

Peyrigoux Coupe bezeichnet die größere Variante für die Käsetheke, von der die gewünschte Menge abgeschnitten wird. Ganze Laibe können ungefähr 1,6 Kilogramm wiegen.

Was passt zu Peyrigoux?

Besonders gut passen Feigensenf, Walnüsse, Honig, Feigen, Birnen, Trauben und frisches Brot zu Peyrigoux.

Mein Fazit zu Peyrigoux

Peyrigoux gehört für mich zu den besonders interessanten französischen Weichkäsen. Seine ungewöhnliche Form, die cremige Konsistenz und der frischere Kern unterscheiden ihn deutlich von vielen klassischen Weichkäsen.

Am liebsten esse ich ihn ganz einfach mit etwas Feigensenf und frischem Brot. Wer einen milden und ausgesprochen cremigen Käse sucht, sollte Peyrigoux einmal probieren.

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1 Kommentar

ROMA2015 25. August 2015 - 14:27

Hallo,
ich habe auch soeben den Peyrigoux zu meinem Lieblingskäse der Weichkäsesorten erklärt – finde aber leider nirgendwo Rezepte 🙁
Habe heute experementiert: 1 Brötchen in 1 cm Scheiben geschnitten, etwas Butter, auf einige Stücke in Öl eingelegte kleingeschnittene Paprika, auf andere rohe Schinkenstückchen. Darauf den Peyrigourd mit etwas Petersilie. Bei 150 Grad C im Backofen gelassen, bis der Käse geschmolzen war.
Hat super geschmeckt !! :-))

Aber: gibt es nicht noch andere Rezepte, in denen der Peyrigoud im Vordergrund steht ?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Viele Grüße
Marita

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