Ein Surf & Turf Burger verbindet gleich zwei Welten: ein saftiges Rindfleisch-Patty und aromatisch gebratene Garnelen. Dazu kommen selbst gebackene Burger Buns, cremige Avocado, geschmolzener Cheddar und eine süßlich-herzhafte rote Zwiebelmarmelade.
Gerade die Kombination aus Rindfleisch und Meeresfrüchten macht diesen Burger besonders. Die Avocadocreme bringt Frische ins Spiel, während die langsam eingekochten roten Zwiebeln für Süße und Tiefe sorgen. Etwas Sriracha setzt einen kleinen scharfen Akzent.
Surf & Turf Burger mit selbst gebackenen Buns
Surf & Turf bezeichnet ursprünglich die Kombination aus Fleisch und Meeresfrüchten. Beim Burger funktioniert das hervorragend: Das kräftige Rindfleisch bekommt durch die Garnelen eine zusätzliche, leicht süßliche Komponente.
Für meinen Surf & Turf Burger backe ich die Burger Buns selbst. Sie sind weich und fluffig, gleichzeitig aber stabil genug, um Fleischsaft und Sauce aufzunehmen, ohne sofort durchzuweichen.
Zutaten für 4 Burger
Für die Burger Buns
- 230 g Weizenmehl Type 550
- ½ Päckchen Trockenhefe
- 30 g Zucker
- 60 ml Wasser
- 60 ml Milch
- 30 g weiche Butter
- 1 Ei
- ½ TL Salz
- 1 Eigelb
- 2 EL Milch zum Bestreichen
- weißer Sesam nach Geschmack
Für die rote Zwiebelmarmelade
- 2 große rote Zwiebeln
- 2 EL Butter
- 4 EL Rohrzucker
- 100 ml trockener Rotwein
- ½ Zweig Rosmarin
Für die Avocadocreme
- 2 reife Avocados
- Saft von ½ Limette
- ½ TL Sriracha-Sauce
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Für die Burger
- 400 g Rinderhackfleisch
- 200 g Black-Tiger-Garnelen
- 4 Scheiben Cheddar
- 2 Frühlingszwiebeln
- Romana-Salatblätter
- 1 Knoblauchzehe
- 1 EL gehackte Petersilie
- etwas Olivenöl
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
Zubereitung
1. Teig für die Burger Buns vorbereiten
Mehl, Trockenhefe und Zucker in einer großen Schüssel miteinander vermischen.
Wasser, Milch und Butter bei sehr niedriger Temperatur langsam erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist. Die Flüssigkeit sollte lediglich lauwarm sein.
Die Milchmischung zusammen mit Ei und Salz zum Mehl geben und alles gründlich zu einem glatten Teig verkneten.
Sollte der Teig noch sehr stark kleben, esslöffelweise etwas zusätzliches Mehl einarbeiten. Der fertige Teig darf weich und leicht klebrig sein, sollte sich aber deutlich vom Schüsselrand lösen.
2. Burgerteig gehen lassen
Den Teig abdecken und an einem warmen Ort etwa 90 Minuten gehen lassen. Sein Volumen sollte sich dabei ungefähr verdoppeln.
Anschließend den Teig in vier möglichst gleich große Portionen teilen und jeweils zu einer glatten Kugel formen.
Die Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen, vorsichtig etwas flach drücken und nochmals abgedeckt etwa 45 bis 60 Minuten gehen lassen.
3. Burger Buns backen

Eigelb und zwei Esslöffel Milch miteinander verquirlen und die aufgegangenen Teiglinge vorsichtig damit bestreichen. Nach Wunsch mit weißem Sesam bestreuen.
Die Burger Buns ungefähr 15 Minuten goldbraun backen.
Anschließend kurz abkühlen lassen, halbieren und die Schnittflächen in einer trockenen Pfanne kurz anrösten. Dadurch bleiben die Buns beim späteren Belegen stabiler.
Rote Zwiebelmarmelade zubereiten
Die roten Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden.
Butter in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur schmelzen und die Zwiebelstreifen darin langsam glasig anschwitzen.
Den Rohrzucker dazugeben und die Zwiebeln kurz karamellisieren lassen. Anschließend mit dem Rotwein ablöschen und den Rosmarin dazugeben.
Alles bei niedriger Hitze langsam einköcheln lassen, bis eine dickliche, marmeladenartige Konsistenz erreicht ist. Vor dem Servieren den Rosmarinzweig entfernen.
Warum rote Zwiebeln für solche Zubereitungen besonders gut geeignet sind und welche Zwiebelsorte zu welchem Gericht passt, erfährst du in meinem Beitrag Welche Zwiebel passt zu welchem Gericht?.
Avocadocreme zubereiten
Die Avocados halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch aus der Schale lösen.
Mit Limettensaft und Sriracha in eine Schüssel geben und mit einer Gabel grob zerdrücken. Die Creme darf ruhig noch etwas Struktur behalten.
Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken und bis zur Verwendung kühl stellen.
Garnelen braten
Die Garnelen trocken tupfen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen zusammen mit der Knoblauchzehe von beiden Seiten kurz anbraten.
Mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluss die gehackte Petersilie darübergeben.
Die Garnelen anschließend warm halten. Sie sollten nicht unnötig lange gebraten werden, damit sie saftig bleiben.
Rindfleisch-Pattys zubereiten
Das Rinderhackfleisch erst kurz vor dem Braten mit Salz und Pfeffer würzen und in vier gleich große Portionen teilen.
Daraus etwa einen Zentimeter dicke Burger-Pattys formen. Dabei das Fleisch möglichst nicht zu stark zusammendrücken.
Eine Pfanne oder Grillplatte kräftig erhitzen und die Pattys von beiden Seiten braten. Nach dem Wenden jeweils eine Scheibe Cheddar auf das Fleisch legen und schmelzen lassen.
Bei Hackfleisch besonders sauber arbeiten und das Fleisch gut gekühlt halten. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, gart die Pattys vollständig durch.
Surf & Turf Burger zusammenbauen
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
Beide Schnittflächen der gerösteten Burger Buns mit Avocadocreme bestreichen.
Auf die untere Bun-Hälfte zunächst einige Romana-Salatblätter legen. Darauf kommt das Rindfleisch-Patty mit geschmolzenem Cheddar.
Die gebratenen Garnelen auf dem Patty verteilen und anschließend etwas von der roten Zwiebelmarmelade darübergeben.
Mit den fein geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen und die obere Bun-Hälfte aufsetzen.
Tipps für einen guten Surf & Turf Burger
- Buns selbst backen: Ein stabiler, weicher Bun hält Fleischsaft und Sauce deutlich besser aus.
- Garnelen nur kurz braten: Zu lange gegarte Garnelen werden schnell trocken und fest.
- Pattys nicht zu stark kneten: Locker geformte Pattys bleiben saftiger.
- Bun-Schnittflächen anrösten: Dadurch weichen sie beim Belegen weniger schnell durch.
- Zwiebelmarmelade langsam reduzieren: Die Mischung sollte süßlich und konzentriert sein, aber nicht anbrennen.
- Avocadocreme frisch zubereiten: Limettensaft bringt Frische und verlangsamt gleichzeitig das Braunwerden der Avocado.
Warum passen Garnelen und Rindfleisch zusammen?
Rindfleisch besitzt kräftige Röstaromen und einen herzhaften Geschmack. Garnelen sind dagegen feiner und leicht süßlich. Genau dieser Gegensatz macht die klassische Surf-&-Turf-Kombination interessant.
Beim Burger sorgen zusätzlich Avocado, Limette und Zwiebelmarmelade dafür, dass das Gericht trotz der kräftigen Zutaten ausgewogen bleibt.
Was passt zum Surf & Turf Burger?
Als Beilage passen klassische Pommes, Süßkartoffelpommes, Kartoffel-Wedges oder ein frischer Salat.
Wer es etwas leichter halten möchte, kann den Burger auch einfach mit einem knackigen grünen Salat servieren.
Weitere Gerichte mit Rindfleisch findest du in meiner Kategorie Rind. Für Garnelen und andere Meeresfrüchte lohnt sich ein Blick in den Bereich Krustentiere.
Welcher Wein passt zum Surf & Turf Burger?
Bei Surf & Turf muss ein Wein sowohl mit dem kräftigen Rindfleisch als auch mit den Garnelen funktionieren. Ein nicht zu schwerer, fruchtiger Rotwein kann gut passen. Alternativ ist ein kräftiger Rosé oder ein strukturierter Weißwein eine spannende Kombination.
Wer lieber Bier zum Burger trinkt, kann zu einem aromatischen Pale Ale oder einem nicht zu bitteren IPA greifen.
Kann man den Surf & Turf Burger vorbereiten?
Viele Bestandteile lassen sich hervorragend vorbereiten. Die Burger Buns können bereits am Vortag gebacken werden. Auch die rote Zwiebelmarmelade hält sich gut und schmeckt nach etwas Ruhezeit sogar noch aromatischer.
Die Avocadocreme würde ich dagegen möglichst frisch zubereiten. Garnelen und Rindfleisch sollten ebenfalls erst kurz vor dem Servieren gebraten werden.
Fazit
Der Surf & Turf Burger kombiniert saftiges Rindfleisch, gebratene Garnelen, Cheddar, cremige Avocado und süßlich-würzige Zwiebelmarmelade zu einem außergewöhnlichen Burger.
Die selbst gebackenen Buns machen zwar etwas zusätzliche Arbeit, sind aber eine ideale Grundlage für die kräftige Füllung. Viele Komponenten lassen sich außerdem gut vorbereiten, sodass der Burger auch für einen gemeinsamen Abend mit Gästen geeignet ist.
Weitere praktische Grundlagen zu Zutaten und Zubereitung findest du in meinem Bereich Küchenwissen.
