Burrata ist ein italienischer Käse aus der Familie der Pasta-Filata-Käse. Zu dieser Gruppe gehören unter anderem Mozzarella, Provolone, Scamorza und Caciocavallo. Auf den ersten Blick erinnert die weiße Käsekugel an Mozzarella. Beim Anschneiden zeigt sich jedoch der entscheidende Unterschied: Im Inneren befindet sich eine besonders cremige Füllung aus Sahne und feinen Strängen gezogener Käsemasse.
Doch aus welcher Milch wird Burrata eigentlich hergestellt? Was unterscheidet sie von Mozzarella und kann man Burrata auch selber machen? Hier findest du die wichtigsten Grundlagen rund um den italienischen Käse.
Was ist Burrata?
Burrata ist ein italienischer Frischkäse beziehungsweise Pasta-Filata-Käse. Charakteristisch ist seine sackartige Form mit einer geschlossenen Käsehülle und einem weichen, cremigen Inneren.
Die äußere Hülle besteht aus gezogener Käsemasse. Im Inneren befindet sich eine Mischung aus Sahne und zerkleinerter beziehungsweise in feine Fasern gezogener Pasta-filata-Masse.
Beim Anschneiden öffnet sich die Hülle und die cremige Füllung tritt heraus. Genau diese Kombination aus elastischer Außenschicht und cremigem Inneren macht Burrata besonders.
Aus welcher Milch wird Burrata gemacht?
Die geschützte Burrata di Andria g.g.A. wird aus Kuhmilch hergestellt. Ihre äußere Hülle besteht aus Pasta filata, während sich im Inneren eine Mischung aus Sahne und von Hand zerpflückter gezogener Käsemasse befindet.
Damit beantwortet sich auch eine häufige Frage: Bei der geschützten Burrata di Andria ist Kuhmilch die vorgeschriebene Grundlage.
Was befindet sich in Burrata?
Das Besondere an Burrata steckt im Inneren. Schneidet man die Käsehülle auf, kommt eine weiche und sehr cremige Masse zum Vorschein.
Diese Füllung besteht aus Sahne und feinen Fasern beziehungsweise Streifen von Pasta filata. Diese Kombination wird als Stracciatella bezeichnet.
Die Hülle hält die cremige Füllung zusammen und sorgt gleichzeitig für den charakteristischen Unterschied in der Konsistenz.
Was ist der Unterschied zwischen Burrata und Mozzarella?
Burrata und Mozzarella gehören beide zur Familie der Pasta-Filata-Käse und sehen sich äußerlich ähnlich. Der wesentliche Unterschied befindet sich jedoch im Inneren.
Mozzarella besteht durchgehend aus der gezogenen Käsemasse. Burrata besitzt dagegen eine Hülle aus Pasta filata, die eine cremige Mischung aus Sahne und Käsefasern umschließt.
Dadurch schmeckt Burrata deutlich cremiger und besitzt beim Anschneiden eine wesentlich weichere Konsistenz.
Woher kommt Burrata?
Besonders eng verbunden ist Burrata mit der süditalienischen Region Apulien. Die Bezeichnung Burrata di Andria ist als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) registriert.
Der Überlieferung zufolge entstand Burrata in der Gegend um Andria. Die Idee bestand darin, Sahne zusammen mit gezogener Käsemasse in einer Hülle aus Pasta filata aufzubewahren.
Kann man Burrata selber machen?
Grundsätzlich lässt sich die Herstellung von Burrata auch zu Hause nachvollziehen. Eine traditionelle Burrata ist allerdings anspruchsvoller als viele einfache Frischkäse-Rezepte.
Zunächst muss eine geeignete Pasta-filata-Masse hergestellt und anschließend so verarbeitet werden, dass daraus eine elastische Hülle entsteht. Diese wird mit einer Mischung aus Sahne und feinen Käsefasern gefüllt und danach verschlossen.
Damit unterscheidet sich die Herstellung deutlich von Rezepten, bei denen lediglich ein Frischkäse mit Sahne vermischt wird.
Kann man Burrata ohne Lab selber machen?
Im Internet wird häufig nach Burrata ohne Lab gesucht. Dabei sollte zwischen traditioneller Burrata und vereinfachten Alternativen unterschieden werden.
Für eine klassische Pasta-filata-Struktur muss die Milch zunächst zu einer geeigneten Käsemasse verarbeitet werden. Ein einfaches Gemisch aus Milch oder Frischkäse und Sahne besitzt zwar eine cremige Konsistenz, ist aber nicht automatisch eine traditionell hergestellte Burrata.
Wer Burrata zu Hause herstellen möchte, sollte deshalb ein vollständiges Käse-Rezept verwenden und insbesondere auf geeignete Milch, Temperaturen und eine hygienische Verarbeitung achten.
Wie schmeckt Burrata?
Burrata besitzt einen milden, milchigen und besonders cremigen Geschmack. Die äußere Hülle ist etwas fester und elastischer, während die Füllung weich und sahnig ist.
Gerade dieser Gegensatz macht Burrata zu einer beliebten Zutat für einfache Gerichte, bei denen der Käse im Mittelpunkt stehen darf.
Wie isst man Burrata?
Burrata wird am besten auf einem Teller angeschnitten, sodass sich die cremige Füllung verteilen kann.
Sehr gut passt sie zu reifen Tomaten, Olivenöl, Basilikum, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer. Auch geröstetes Brot oder Baguette eignet sich hervorragend, um die cremige Füllung aufzunehmen.
Burrata lässt sich außerdem mit Pasta, gegrilltem Gemüse und Salaten kombinieren oder nach dem Backen auf eine Pizza geben.
Wozu passt Burrata?
- Tomaten: Eine der einfachsten und bekanntesten Kombinationen.
- Geröstetes Brot: Besonders gut zum Aufnehmen der cremigen Füllung.
- Pasta: Burrata erst kurz vor dem Servieren auf die warme Pasta geben.
- Pizza: Am besten nach dem Backen auf der heißen Pizza verteilen.
- Gegrilltes Gemüse: Paprika, Zucchini und Aubergine harmonieren gut mit dem milden Käse.
- Salate: Burrata kann Mozzarella in vielen Salaten ersetzen.
Häufige Fragen zu Burrata
Ist Burrata das Gleiche wie Mozzarella?
Nein. Beide gehören zwar zur Familie der Pasta-Filata-Käse, Burrata besitzt jedoch zusätzlich eine cremige Füllung aus Sahne und feinen Käsefasern.
Ist in Burrata Sahne enthalten?
Ja. Gerade die Verbindung von Sahne und gezogener Käsemasse sorgt für das charakteristische cremige Innere.
Wird Burrata aus Kuhmilch hergestellt?
Die geschützte Burrata di Andria g.g.A. wird aus Kuhmilch hergestellt.
Was bedeutet Stracciatella bei Burrata?
Als Stracciatella bezeichnet man die cremige Füllung aus Sahne und feinen Fasern gezogener Käsemasse, die sich im Inneren der Burrata befindet.
Kann man Burrata warm essen?
Burrata kann mit warmen Gerichten kombiniert werden. Besonders bei Pasta oder Pizza bietet es sich an, den Käse erst am Ende hinzuzugeben, damit seine cremige Konsistenz erhalten bleibt.
Fazit
Burrata unterscheidet sich vor allem durch ihr cremiges Inneres von klassischem Mozzarella. Unter der Hülle aus Pasta filata befindet sich eine weiche Mischung aus Sahne und feinen Käsefasern.
Ob mit Tomaten und Olivenöl, auf geröstetem Brot, zu Pasta oder auf Pizza: Gerade weil Burrata mild und cremig ist, braucht sie oft nur wenige weitere Zutaten.
Weitere Informationen über Lebensmittel, Zutaten und Küchentechniken findest du in meinem Bereich Küchenwissen.
