Wenn der Spätsommer langsam in den Herbst übergeht, darf es auf dem Teller wieder etwas kräftiger und cremiger werden. Diese Hokkaido-Pasta mit Perlhuhn verbindet eine samtige Kürbissauce mit saftig gebratenem Fleisch, Tagliatelle, gerösteten Kürbiskernen und einem feinen Finish aus Kürbiskernöl.
Das Gericht ist unkompliziert zuzubereiten, sieht dabei aber richtig schön herbstlich aus. Besonders gut gefällt mir die Kombination aus der milden Süße des Hokkaido-Kürbis, dem aromatischen Perlhuhn und der Würze aus Curry und geräuchertem Paprikapulver.
Hokkaido-Pasta mit Perlhuhn – Herbstküche mit Farbe
Hokkaido-Kürbis gehört für mich zu den Zutaten, die den Herbst sofort auf den Teller bringen. Seine leuchtend orange Farbe sorgt nicht nur für eine schöne Optik, sondern macht sich auch hervorragend als Basis für eine cremige Pastasauce.
Für dieses Rezept wird ein Teil des Kürbisses weich gegart und püriert. Einige Kürbisstücke bleiben dagegen ganz und kommen später wieder zur Pasta. Dadurch bekommt das Gericht mehr Struktur und sieht beim Anrichten besonders appetitlich aus.
Statt klassischem Hähnchen habe ich dieses Mal Perlhuhn verwendet. Das Fleisch ist etwas aromatischer und passt für mich sehr gut zur herbstlichen Küche.
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Warum Perlhuhn zur Kürbis-Pasta passt
Perlhuhn erinnert geschmacklich an Hähnchen, besitzt aber ein etwas kräftigeres und feineres Aroma. Besonders schön wird es, wenn das Fleisch zunächst kräftig angebraten wird und außen schöne Röstaromen entwickelt.
Nach dem Braten lasse ich das Fleisch kurz ruhen und schneide es anschließend in dickere Scheiben. So bleibt es saftig und lässt sich später sehr schön auf der Pasta anrichten.
Die richtigen Gewürze für die Hokkaido-Pasta
Für die Würzung verwende ich eine Kombination aus Curry, geräuchertem Paprikapulver, frischem Knoblauch, Salz und schwarzem Pfeffer. Dadurch bekommt die milde Kürbissauce deutlich mehr Tiefe, ohne dass der Geschmack des Hokkaido überdeckt wird.
Beim Curry verwende ich gerne den Curry Delhi Style von Wiberg.
Er bringt eine angenehm aromatische Currynote mit, die sehr gut zu Kürbis und Geflügel passt.
Für die leicht rauchige Würze kommt außerdem geräuchertes Paprikapulver von Wiberg zum Einsatz.
Tagliatelle für die cremige Kürbissauce
Zu einer cremigen Kürbissauce passen breite Nudeln besonders gut, weil die Sauce an ihnen schön haften bleibt. Für dieses Gericht habe ich Tagliatelle verwendet.
Sehr gut passen beispielsweise die Tagliatelle von Pasta Sassella.
Natürlich funktioniert das Rezept auch mit anderen Tagliatelle oder einer anderen breiten Pasta.
Kürbiskernöl als herbstliches Finish
Ein paar Tropfen Kürbiskernöl geben dem Gericht zum Schluss noch einmal einen ganz anderen Charakter. Das Öl wird nicht mitgekocht, sondern erst beim Anrichten über die Pasta und den Teller gegeben.
Sein kräftiges, leicht nussiges Aroma passt wunderbar zum Hokkaido und zu den Kürbiskernen. Gleichzeitig sorgt die dunkelgrüne Farbe für einen schönen Kontrast zur orangefarbenen Kürbissauce.
Zutaten für 4 Personen
- 400 g Tagliatelle
- 1 kleiner Hokkaido-Kürbis, etwa 700–800 g
- 500 g Perlhuhnbrust
- 1 kleine Zwiebel
- 3 frische Knoblauchzehen
- 150 ml Sahne
- 150–200 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
- 50 g frisch geriebener Parmesan
- 1 EL Butter
- 2 EL Olivenöl
- 1 TL Curry Delhi Style
- 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 2–3 EL Kürbiskerne
- etwas frische Petersilie
- Kürbiskernöl zum Anrichten
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Zubereitung der Hokkaido-Pasta mit Perlhuhn
1. Hokkaido vorbereiten
Den Hokkaido-Kürbis gründlich waschen, halbieren und die Kerne mit einem Löffel entfernen. Beim Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden.
Den Kürbis in mundgerechte Würfel schneiden. Einige besonders schöne Stücke beiseitelegen, damit sie später sichtbar im Gericht bleiben.
2. Kürbis für die Sauce garen
Zwiebel und Knoblauch fein hacken. Einen Esslöffel Olivenöl zusammen mit der Butter in einer großen Pfanne erhitzen.
Die Zwiebel glasig anschwitzen. Anschließend den frischen Knoblauch hinzugeben und kurz mitbraten, ohne dass er dunkel wird.
Den Großteil der Kürbiswürfel dazugeben und etwa 3 bis 4 Minuten anbraten.
Mit etwa 150 ml Brühe ablöschen und mit Curry Delhi Style, geräuchertem Paprikapulver, Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
Den Kürbis zugedeckt ungefähr 12 bis 15 Minuten garen, bis er schön weich ist. Falls die Flüssigkeit zu schnell verkocht, noch etwas Brühe hinzugeben.
3. Perlhuhn kräftig anbraten
Die Perlhuhnbrust trocken tupfen und mit Salz, Pfeffer, etwas Curry und geräuchertem Paprikapulver würzen.
Einen Esslöffel Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Perlhuhn bei mittlerer bis kräftiger Hitze von beiden Seiten goldbraun braten.
Je nach Dicke anschließend bei geringerer Temperatur fertig garen. Danach aus der Pfanne nehmen und einige Minuten ruhen lassen.
Vor dem Anrichten das Perlhuhn in dickere Scheiben schneiden.
4. Tagliatelle kochen
Währenddessen die Tagliatelle in reichlich Salzwasser nach Packungsangabe al dente kochen.
Vor dem Abgießen etwa 150 ml Pastawasser auffangen. Das stärkehaltige Wasser hilft später dabei, die Konsistenz der Kürbissauce einzustellen.
5. Cremige Hokkaido-Sauce zubereiten
Den weich gegarten Kürbis zusammen mit der vorhandenen Flüssigkeit fein pürieren.
Die Sahne hinzugeben und noch einmal kurz pürieren. Anschließend die Sauce zurück in die Pfanne geben.
Den frisch geriebenen Parmesan einrühren. Falls die Sauce zu dick ist, nach und nach etwas vom aufgefangenen Pastawasser hinzugeben.
Die Sauce sollte schön cremig sein und die Tagliatelle umhüllen, ohne zu schwer zu wirken.
6. Kürbisstücke und Pasta verbinden
Die zurückbehaltenen Kürbiswürfel kurz separat anbraten oder einige Minuten in der Sauce gar ziehen lassen.
Die gekochten Tagliatelle direkt in die Kürbissauce geben und gründlich darin schwenken.
Anschließend noch einmal mit Curry, geräuchertem Paprikapulver, Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
7. Hokkaido-Pasta mit Perlhuhn anrichten
Die cremigen Tagliatelle mittig auf vorgewärmten Tellern anrichten.
Die gebratenen Perlhuhnscheiben daraufsetzen und die Hokkaido-Würfel rundherum verteilen.
Mit Kürbiskernen und frischer Petersilie garnieren.
Zum Schluss einige Tropfen Kürbiskernöl über die Pasta und den Teller geben.
Mein Tipp für besonders cremige Kürbis-Pasta
Das Pastawasser nicht sofort vollständig wegschütten. Die enthaltene Stärke verbindet Sauce und Pasta und sorgt dafür, dass die Kürbiscreme schön an den Tagliatelle haftet.
Lieber zunächst nur wenig Pastawasser hinzugeben und die Konsistenz anschließend Schritt für Schritt einstellen.
Welche Pasta eignet sich noch?
Tagliatelle sind für dieses Gericht meine erste Wahl. Die breite Oberfläche nimmt die cremige Kürbissauce sehr gut auf.
- Fettuccine
- Pappardelle
- Linguine
- Rigatoni
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Kann man die Hokkaido-Pasta vorbereiten?
Die Kürbissauce lässt sich sehr gut vorbereiten und später vorsichtig wieder erwärmen. Beim Erwärmen einfach etwas Brühe oder Pastawasser hinzugeben, da die Sauce beim Abkühlen etwas eindickt.
Das Perlhuhn würde ich möglichst frisch braten. So bleiben die Röstaromen erhalten und das Fleisch bleibt saftig.
Herbstküche, die nicht kompliziert sein muss
Diese Hokkaido-Pasta mit Perlhuhn ist für mich genau die richtige Mischung aus unkompliziertem Pastagericht und etwas besonderer Herbstküche.
Der Hokkaido sorgt für Cremigkeit und Farbe, das gebratene Perlhuhn für kräftige Röstaromen und Kürbiskerne sowie Kürbiskernöl bringen das nussige Herbst-Aroma auf den Teller. Curry, frischer Knoblauch und geräuchertes Paprikapulver geben dem Gericht zusätzlich eine würzige Tiefe.
Wer Kürbis, Pasta und aromatisches Geflügel mag, sollte dieses Rezept unbedingt einmal ausprobieren.
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