Hähnchen Piccata mit Spaghetti Pomodoro

von Michael Krauß
Hähnchen Piccata mit knuspriger Parmesankruste, Spaghetti Pomodoro, Kirschtomaten und Basilikum

Hähnchen Piccata mit Spaghetti Pomodoro verbindet gleich zwei Dinge, die ich besonders gerne mag: saftiges Hähnchen mit einer goldbraunen Parmesan-Ei-Hülle und Spaghetti in einer fruchtigen Tomatensauce.

Die dünn geklopften Hähnchenfilets werden zunächst leicht mehliert und anschließend durch eine Mischung aus Ei und frisch geriebenem Parmesan gezogen. In der heißen Pfanne entsteht daraus eine würzige, knusprige Hülle, während das Fleisch innen saftig bleibt.

Dazu gibt es klassische Spaghetti Pomodoro mit Tomaten, Knoblauch, Kirschtomaten und frischem Basilikum. Ein unkompliziertes mediterranes Hauptgericht, das sich auch sehr gut für Gäste eignet.

Was ist Hähnchen Piccata?

Diese Variante orientiert sich an der bei uns bekannten Piccata Milanese: dünne Fleischscheiben werden in Mehl gewendet und anschließend mit einer Mischung aus Ei und Parmesan umhüllt.

Traditionell wird Piccata häufig mit Kalbfleisch zubereitet. Mit Hähnchenbrust funktioniert das Gericht aber ebenfalls hervorragend und lässt sich besonders unkompliziert zubereiten.

Entscheidend ist, die Hähnchenbrust nicht zu dick zu lassen. Dünne Schnitzel garen schnell und gleichmäßig, sodass die Parmesan-Ei-Hülle goldbraun werden kann, ohne dass das Fleisch trocken wird.

Hähnchen Piccata mit Spaghetti Pomodoro – Zutaten

Für 2 Personen

Vorbereitungszeit: ca. 20 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten
Gesamtzeit: ca. 45 Minuten

Für das Hähnchen Piccata

  • 2 Hähnchenbrustfilets, zusammen ca. 320–350 g
  • 2 Eier
  • 70 g Parmesan, frisch gerieben
  • 40 g Mehl
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl
  • 15 g Butter

Für die Spaghetti Pomodoro

  • 200 g Spaghetti
  • 400 g passierte oder fein gehackte Tomaten
  • 150 g Kirschtomaten
  • 1 kleine Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Olivenöl
  • einige Blätter frisches Basilikum
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • optional eine kleine Prise Zucker

Zum Servieren

  • frisches Basilikum
  • frisch geriebener Parmesan
  • etwas gutes Olivenöl nach Geschmack

Hähnchen richtig vorbereiten

Die Hähnchenbrustfilets zunächst längs zu dünneren Schnitzeln schneiden. Je nach Größe erhältst du aus jedem Filet ein oder zwei Stücke.

Das Fleisch zwischen zwei Lagen Backpapier oder Frischhaltefolie legen und vorsichtig auf ungefähr 5–7 mm Dicke klopfen.

Dadurch gart das Hähnchen später gleichmäßig und benötigt nur wenige Minuten in der Pfanne.

Die vorbereiteten Schnitzel mit Küchenpapier trocken tupfen und von beiden Seiten leicht mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.

Spaghetti Pomodoro zubereiten

Für die Sauce Schalotte und Knoblauch fein schneiden.

Das Olivenöl in einer Pfanne oder einem kleinen Topf erhitzen und die Schalotte bei mittlerer Temperatur glasig anschwitzen. Den Knoblauch hinzufügen und nur kurz mitgaren.

Die passierten oder gehackten Tomaten dazugeben und alles etwa 10–15 Minuten sanft köcheln lassen.

Die Kirschtomaten halbieren und in den letzten Minuten zur Sauce geben. Sie dürfen etwas weicher werden, sollten aber noch Struktur behalten.

Mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Sind die Tomaten sehr säurebetont, kann eine kleine Prise Zucker helfen, die Sauce etwas runder zu machen.

Zum Schluss einige frische Basilikumblätter unterheben.

Spaghetti richtig kochen

Während die Sauce köchelt, reichlich Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Spaghetti nach Packungsangabe al dente garen.

Vor dem Abgießen etwas Nudelwasser zurückbehalten.

Die Spaghetti direkt zur Tomatensauce geben und gründlich darin schwenken. Falls die Sauce zu dick ist, etwas Nudelwasser hinzufügen.

Durch die Stärke im Kochwasser verbindet sich die Sauce besonders schön mit den Nudeln.

Die Parmesan-Ei-Hülle für das Piccata

Für die typische Hülle zwei Eier in einem tiefen Teller gründlich verquirlen.

Den frisch geriebenen Parmesan unterrühren. Es soll eine dickflüssige Mischung entstehen, die gut am Fleisch haftet.

Das Mehl auf einen zweiten Teller geben.

Die Hähnchenschnitzel zunächst ganz leicht im Mehl wenden und überschüssiges Mehl vorsichtig abklopfen.

Anschließend durch die Ei-Parmesan-Mischung ziehen.

Wichtig ist, dass das Fleisch rundherum mit der Mischung bedeckt ist.

Hähnchen Piccata richtig braten

Öl in einer ausreichend großen Pfanne auf mittlere bis mittelhohe Temperatur erhitzen.

Wenn du dir bei der Wahl der richtigen Pfanne unsicher bist, findest du in meinem Küchenwissen-Beitrag Pfannen richtig nutzen – welche Pfanne für welches Gericht? weitere Tipps.

Die vorbereiteten Hähnchenschnitzel in die Pfanne geben und auf der ersten Seite etwa 2–3 Minuten goldbraun braten.

Anschließend vorsichtig wenden.

Jetzt die Butter dazugeben und die zweite Seite ebenfalls etwa 2–3 Minuten braten.

Die genaue Garzeit hängt von der Dicke der Fleischstücke ab. Das Hähnchen sollte vollständig durchgegart sein, aber nicht unnötig lange in der Pfanne bleiben.

Nach dem Braten kurz auf Küchenpapier oder einem Gitter ruhen lassen.

Hähnchen Piccata mit Spaghetti Pomodoro anrichten

Die Spaghetti Pomodoro auf vorgewärmte Teller geben.

Das frisch gebratene Hähnchen Piccata daneben oder leicht auf den Spaghetti anrichten.

Mit frischem Basilikum und nach Geschmack etwas frisch geriebenem Parmesan garnieren.

Ein paar halbierte Kirschtomaten sorgen zusätzlich für Farbe und Frische.

Meine Tipps für besonders gutes Hähnchen Piccata

Parmesan frisch reiben

Für die Hülle würde ich immer frisch geriebenen Parmesan verwenden. Er besitzt deutlich mehr Aroma und verbindet sich besonders gut mit dem Ei.

Das Fleisch dünn klopfen

Zu dickes Hähnchen benötigt zu viel Zeit in der Pfanne. Dann kann die Parmesan-Ei-Hülle bereits dunkel werden, während das Fleisch innen noch nicht vollständig gegart ist.

Nicht zu heiß braten

Parmesan bräunt relativ schnell. Deshalb funktioniert mittlere bis mittelhohe Temperatur besser als maximale Hitze.

Nicht zu viele Schnitzel gleichzeitig braten

Lieber portionsweise arbeiten. So fällt die Temperatur der Pfanne nicht zu stark ab und die Hülle bekommt eine schöne Farbe.

Die Tomatensauce nicht zu kompliziert machen

Bei Spaghetti Pomodoro stehen gute Tomaten im Mittelpunkt. Knoblauch, Olivenöl, Basilikum, Salz und Pfeffer reichen vollkommen aus.

Variationen des Rezepts

Piccata mit Kalbfleisch

Statt Hähnchen kannst du dünne Kalbsschnitzel verwenden. Die Zubereitung bleibt grundsätzlich gleich.

Mehr Tomaten

Im Sommer kannst du einen Teil der passierten Tomaten durch aromatische frische Tomaten ersetzen.

Etwas Schärfe

Eine kleine Menge Chiliflocken in der Pomodoro-Sauce sorgt für eine dezente Schärfe.

Mit Zitronennote

Wer etwas mehr Frische möchte, kann das fertig gebratene Hähnchen mit wenigen Tropfen Zitronensaft beträufeln.

Weitere Pasta- und Pfannengerichte

Wenn du Pasta mit kräftigen Aromen magst, probiere auch meine asiatische Kürbis-Pasta mit Garnelen.

Eine weitere Kombination aus Pasta und Meeresfrüchten findest du bei meinen Rucola-Gnocchi mit Garnelen und Tomatensauce.

Wenn du Gnocchi bevorzugst, empfehle ich außerdem meine Kartoffelgnocchi mit Spargel.

Mein Fazit

Hähnchen Piccata mit Spaghetti Pomodoro ist für mich ein ideales Gericht, wenn es unkompliziert sein soll, aber trotzdem etwas Besonderes auf den Teller kommen darf.

Das saftige Hähnchen bekommt durch Ei und Parmesan eine würzige goldbraune Hülle. Die fruchtige Tomatensauce bildet dazu den perfekten Kontrast, während Basilikum und Kirschtomaten für Frische sorgen.

Wichtig sind eigentlich nur drei Dinge: das Hähnchen schön dünn klopfen, den Parmesan frisch reiben und die Schnitzel nicht bei zu hoher Temperatur braten.

Dann steht einem richtig guten Hähnchen Piccata mit Spaghetti Pomodoro nichts mehr im Weg.

Häufige Fragen zu Hähnchen Piccata

Was ist Hähnchen Piccata?

Bei dieser Variante werden dünne Hähnchenschnitzel zunächst leicht mehliert und anschließend durch eine Mischung aus Ei und Parmesan gezogen. Danach werden sie in der Pfanne goldbraun gebraten.

Was bedeutet Piccata?

Piccata bezeichnet grundsätzlich eine Zubereitungsart mit dünn geschnittenem beziehungsweise flach geklopftem Fleisch. Die hier verwendete Variante orientiert sich an der in Deutschland bekannten Piccata Milanese mit Ei und Parmesan.

Welcher Käse eignet sich für Piccata?

Frisch geriebener Parmesan eignet sich besonders gut. Alternativ kann auch ein vergleichbarer italienischer Hartkäse verwendet werden.

Warum wird das Hähnchen vor dem Ei in Mehl gewendet?

Die dünne Mehlschicht hilft dabei, dass die Ei-Parmesan-Mischung besser am Fleisch haftet.

Wie dünn sollte das Hähnchen für Piccata sein?

Etwa 5–7 mm sind ideal. Dadurch gart das Fleisch schnell und gleichmäßig, ohne dass die Parmesan-Ei-Hülle zu dunkel wird.

Wie lange muss Hähnchen Piccata braten?

Bei dünnen Hähnchenschnitzeln reichen meist etwa 2–3 Minuten pro Seite. Die genaue Garzeit hängt von der Dicke des Fleisches und der Temperatur der Pfanne ab.

Warum wird meine Parmesan-Hülle zu dunkel?

Parmesan bräunt relativ schnell. Meist ist die Pfanne in diesem Fall zu heiß. Mittlere bis mittelhohe Hitze ist für Piccata besser geeignet als maximale Temperatur.

Kann man Hähnchen Piccata vorbereiten?

Das Fleisch kann vorab zugeschnitten und flach geklopft werden. Die Ei-Parmesan-Hülle und das Braten würde ich jedoch möglichst erst kurz vor dem Servieren erledigen.

Was passt zu Hähnchen Piccata?

Spaghetti Pomodoro passen besonders gut. Alternativ eignen sich ein grüner Salat, mediterranes Gemüse, Risotto oder andere Pasta-Beilagen.

Kann man Hähnchen Piccata am nächsten Tag aufwärmen?

Ja. Reste sollten schnell gekühlt und im Kühlschrank aufbewahrt werden. Beim erneuten Erwärmen sollte das Hähnchen vollständig durcherhitzt werden. Die Parmesan-Hülle ist frisch aus der Pfanne allerdings am knusprigsten.

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