Rustikaler Flammkuchen mit Birne, Roquefort & Schinken

von Michael Krauß
Rustikaler Flammkuchen mit Birne, Roquefort und Schinken

Dieser rustikaler Flammkuchen mit Birne, Roquefort und Schinken kombiniert einen dünnen, knusprigen Boden mit würzigem Blauschimmelkäse, süßlicher Birne und geräuchertem Schinken. Etwas Rucola kommt erst nach dem Backen dazu und sorgt für eine frische, leicht herbe Note.

Den Flammkuchenteig bereite ich bei dieser Variante mit frischer Hefe, Milch, Wasser und etwas Butter selbst zu. Nach etwa 1,5 Stunden Gehzeit wird der Teig dünn ausgeformt und mit Crème fraîche, Emmentaler, Birne, Schinken und Roquefort belegt.

Flammkuchen mit Birne, Roquefort und Schinken

Birne und kräftiger Käse sind eine Kombination, die besonders gut funktioniert. Die fruchtige Süße der Birne bildet einen schönen Gegensatz zum würzigen Roquefort. Geräucherter Schinken bringt zusätzlich eine herzhafte Note in den Belag.

Bei meinem rustikalen Flammkuchen wird der Teig nicht zwingend mit dem Nudelholz ausgerollt. Du kannst die einzelnen Teigportionen auch mit den Händen von innen nach außen dünn auseinanderdrücken. Dadurch entstehen bewusst etwas unregelmäßige Flammkuchen.

Zutaten für 4 Personen

Für den Flammkuchenteig

  • 200 g Mehl
  • 5 g frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • 60 ml warmes Wasser
  • 60 ml warme Milch
  • 20 g flüssige Butter

Für den Belag

  • 250 g Crème fraîche
  • 150 g Roquefort
  • 8 Scheiben geräucherter Schinken
  • 2 Birnen
  • 80 g Emmentaler, gerieben
  • Salz
  • Pfeffer
  • etwas feiner Rucola

Vorbereitungszeit inklusive Gehzeit: ca. 2 Stunden
Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 20 Minuten
Portionen: 4 Personen
Schwierigkeitsgrad: leicht

Rustikalen Flammkuchen selber machen

1. Hefe mit Milch und Wasser anrühren

Die warme Milch mit dem warmen Wasser vermischen. Die frische Hefe hineinbröseln und unter Rühren darin auflösen.

Die Flüssigkeit sollte lediglich warm und nicht heiß sein.

2. Flammkuchenteig kneten

Das Mehl in eine Schüssel sieben und in der Mitte eine Mulde formen. Die Milch-Wasser-Hefe-Mischung hineingießen.

Mit einem Holzlöffel nach und nach einen Teil des Mehls mit der Flüssigkeit vermengen. Anschließend Salz und die flüssige Butter dazugeben und alles gründlich zu einem glatten Teig verkneten.

Der fertige Teig sollte geschmeidig sein und möglichst nicht an den Händen kleben.

3. Flammkuchenteig gehen lassen

Den Teig in der Schüssel mit einem sauberen Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort etwa 1,5 Stunden gehen lassen.

Das Volumen des Teiges sollte während dieser Zeit sichtbar zunehmen.

4. Flammkuchen rustikal formen

Den aufgegangenen Teig noch einmal kurz durchkneten und anschließend in vier möglichst gleich große Portionen teilen.

Die Teigportionen auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zunächst mit der Hand flach drücken. Anschließend den Teig vorsichtig von innen nach außen drücken, bis ein dünner rustikaler Flammkuchen entsteht.

Alternativ kannst du die Teigportionen mit einem Nudelholz dünn ausrollen.

5. Birne und Schinken vorbereiten

Die Birnen waschen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend in dünne Scheiben schneiden.

Den geräucherten Schinken in Streifen schneiden und den Roquefort für den Belag bereitstellen.

6. Flammkuchen belegen

Die vorbereiteten Flammkuchenböden gleichmäßig mit Crème fraîche bestreichen und leicht mit Salz und Pfeffer würzen.

Anschließend zunächst den geriebenen Emmentaler darauf verteilen. Danach Schinkenstreifen und Birnenscheiben auflegen.

Zum Schluss den Roquefort mit einem kleinen Löffel in Stückchen abstechen und gleichmäßig über den Flammkuchen verteilen.

7. Flammkuchen knusprig backen

Den Backofen auf 240 °C vorheizen.

Die belegten Flammkuchen im heißen Backofen etwa 8 Minuten backen, bis der Boden durchgebacken und der Rand schön knusprig ist.

Die tatsächliche Backzeit kann je nach Backofen und Dicke des Teiges etwas variieren.

8. Mit Rucola servieren

Die fertig gebackenen Flammkuchen aus dem Ofen nehmen und erst jetzt mit etwas frischem Rucola belegen.

Direkt heiß und knusprig servieren.

Warum passen Birne und Roquefort zusammen?

Roquefort besitzt einen ausgeprägt würzigen und salzigen Geschmack. Die natürliche Süße der Birne bildet dazu einen deutlichen Kontrast und mildert gleichzeitig die kräftige Käsenote etwas ab.

Der geräucherte Schinken ergänzt beide Zutaten mit einer herzhaften und leicht rauchigen Komponente. Der Rucola sorgt zum Schluss für etwas Frische.

Welcher Schinken passt zum Flammkuchen?

Für dieses Rezept verwende ich geräucherten Schinken. Besonders gut eignet sich ein aromatischer, nicht zu dick geschnittener Schinken, der beim kurzen Backen nicht zu dominant wird.

Die Scheiben werden vor dem Belegen in Streifen geschnitten, sodass sich Schinken, Birne und Käse gleichmäßig auf dem Flammkuchen verteilen.

Wie wird Flammkuchen schön knusprig?

Entscheidend für einen knusprigen Flammkuchen sind vor allem ein dünner Teig und eine hohe Backtemperatur. Deshalb wird der Backofen für dieses Rezept auf 240 °C vorgeheizt.

Außerdem sollte der Belag nicht unnötig dick aufgetragen werden. Eine dünne Schicht Crème fraîche reicht aus, bevor Käse, Schinken und Birne darauf verteilt werden.

Kann man den Flammkuchenteig vorbereiten?

Der Teig benötigt in diesem Rezept etwa 1,5 Stunden Gehzeit. Dadurch lässt sich dieser Arbeitsschritt gut vorplanen, bevor die restlichen Zutaten vorbereitet werden.

Birnen würde ich dagegen erst relativ kurz vor dem Belegen schneiden, damit die Schnittflächen möglichst frisch bleiben.

Welcher Wein passt zum Flammkuchen?

Zu dem würzigen Roquefort, der fruchtigen Birne und dem geräucherten Schinken passt ein trockener Riesling sehr gut. Seine Frische bildet einen schönen Gegenpol zum kräftigen Käse und zum herzhaften Belag.

Eine passende Weinbegleitung findest du in meinem Beitrag über den Riesling vom Weingut Pfalzgraf.

Rustikaler Flammkuchen mit Birne und Roquefort

Dieser rustikale Flammkuchen verbindet einen knusprigen selbst gemachten Boden mit cremiger Crème fraîche, würzigem Roquefort, süßlicher Birne und geräuchertem Schinken.

Der Rucola kommt erst nach dem Backen auf den Flammkuchen und gibt dem kräftigen Belag einen frischen Abschluss. Gerade wenn du die Kombination aus Käse und fruchtigen Zutaten magst, ist diese Flammkuchen-Variante eine schöne Alternative zum klassischen Belag.

Viel Spaß beim Nachbacken und guten Appetit!

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