Diese Pappardelle mit Wildhasenragout sind ein kräftiges, festliches Pastagericht für Herbst und Winter. Das Ragout wird aus Wildhasenkeulen, Wurzelgemüse, Merlot, Tomatenmark und klassischen Wildgewürzen langsam geschmort und anschließend mit breiten Pappardelle serviert.
Möhren, Sellerie, Lauch und Zwiebeln bilden die aromatische Grundlage, während Wacholder, Lorbeer, Piment und Nelke dem Wildhasenragout seine würzige Note geben. Butterglasierte Kirschtomaten bringen zum Schluss etwas Frische und Süße auf den Teller.
Zutaten für Pappardelle mit Wildhasenragout
Für das Wildhasenragout
- 4 Wildhasenkeulen
- 100 g Möhren
- 100 g Knollensellerie
- 100 g Zwiebeln
- 100 g Lauch
- 50 ml Olivenöl
- 1 EL Tomatenmark
- 250 ml Merlot
- 2 Nelken
- 2 Pimentkörner
- 1 Lorbeerblatt
- 4 Wacholderbeeren
- Brühe nach Bedarf
- Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für Pasta und Garnitur
- 320 g frische Pappardelle
- 12 Kirschtomaten
- 20 g Butter
- Blattpetersilie zum Garnieren
Vorbereitungszeit: ca. 30 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten
Gesamtzeit: ca. 2 Stunden
Portionen: 4
Schwierigkeitsgrad: mittel
Zubereitung
1. Wildhasenkeulen vorbereiten
Das Fleisch vorsichtig von den Wildhasenkeulen lösen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden.
Die ausgelösten Knochen aufbewahren. Sie werden später beim Schmoren mit in den Topf gegeben und sorgen für zusätzliches Aroma.
Bei Wild aus der Jagd das Fleisch sorgfältig kontrollieren und eventuell vorhandene Schrot- oder andere Fremdkörper vollständig entfernen.
2. Gemüse fein würfeln
Möhren, Sellerie und Zwiebeln schälen beziehungsweise putzen und in kleine Würfel schneiden.
Den Lauch gründlich waschen und ebenfalls fein schneiden.
Je gleichmäßiger das Gemüse geschnitten wird, desto besser verbindet es sich später mit der Ragoutsoße.
3. Wildhase und Gemüse anbraten
Das Olivenöl in einem großen Schmortopf erhitzen.
Das Wildhasenfleisch portionsweise kräftig anbraten, damit es Farbe bekommt und Röstaromen entstehen.
Möhren, Sellerie, Zwiebeln und Lauch dazugeben und einige Minuten mitbraten.
Das Tomatenmark hinzufügen und kurz mitrösten. Dabei darauf achten, dass es nicht verbrennt.
Mit dem Merlot ablöschen und den Bratensatz vom Topfboden lösen.
4. Wildhasenragout langsam schmoren
Nelken, Piment, Lorbeerblatt und Wacholderbeeren zum Ragout geben. Praktisch ist es, die Gewürze in ein Gewürzsäckchen oder ein verschließbares Gewürzsieb zu geben, damit sie später leicht entfernt werden können.
Die ausgelösten Hasenknochen ebenfalls in den Topf geben.
So viel Brühe angießen, dass Fleisch und Gemüse gut bedeckt sind.
Das Ragout bei niedriger bis mittlerer Hitze sanft schmoren lassen, bis das Wildhasenfleisch vollständig gegart und zart ist. Je nach Größe und Beschaffenheit des Fleisches kann die benötigte Zeit variieren.
Während des Schmorens gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
Anschließend die Knochen sowie die Gewürze entfernen und das Ragout mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
5. Pappardelle bissfest kochen
Reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und die Pappardelle darin bissfest garen.
Frische Pappardelle benötigen meist nur wenige Minuten. Die genaue Garzeit richtet sich nach Dicke und Herstellerangabe.
Die Pasta abgießen und direkt zum heißen Wildhasenragout geben.
Alles vorsichtig miteinander vermengen, sodass sich die breite Pasta gut mit der Ragoutsoße verbindet.
6. Kirschtomaten in Butter glasieren
Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen.
Die Kirschtomaten hineingeben und bei mittlerer Hitze kurz darin schwenken, bis sie leicht erwärmt und glänzend sind.
Mit einer kleinen Prise Salz würzen.
7. Pappardelle mit Wildhasenragout servieren
Die Pappardelle mit dem Wildhasenragout auf vorgewärmten Tellern anrichten.
Die glasierten Kirschtomaten darauf verteilen und mit frischer Blattpetersilie garnieren.
Das Gericht direkt heiß servieren.
Tipps für ein aromatisches Wildhasenragout
Wildhasenfleisch profitiert von einer langsamen und schonenden Garung. Wird das Ragout zu stark gekocht, kann das magere Fleisch schneller trocken werden.
Der Merlot bringt Fruchtigkeit und Säure mit, während Wacholder, Lorbeer, Piment und Nelke die typischen kräftigen Aromen eines Wildragouts unterstützen.
Besonders praktisch ist es, das Ragout bereits am Vortag zuzubereiten. Nach dem Durchziehen schmeckt eine geschmorte Wildsoße häufig noch intensiver.
Warum Pappardelle gut zu Wildragout passen
Pappardelle sind breite Bandnudeln und eignen sich besonders gut für kräftige Ragouts.
Durch ihre große Oberfläche bleibt die dickere Fleisch- und Gemüsesoße sehr gut an der Pasta haften.
Genau deshalb werden breite Bandnudeln häufig zu langsam geschmorten Fleischsoßen serviert.
Welche Gewürze passen zu Wildhasenragout?
Wacholder, Lorbeer, Piment und Nelke passen sehr gut zu Wild. Sie sollten jedoch sparsam eingesetzt werden, damit das Aroma des Wildhasen nicht überdeckt wird.
Da ganze Gewürze nach dem Schmoren wieder entfernt werden, eignet sich ein kleines Gewürzsieb oder Gewürzsäckchen besonders gut.
Weitere Pasta- und Fleischgerichte
Wenn du breite Pasta mit kräftigem Fleisch magst, probiere auch meine Tagliatelle mit Rinderfiletspitzen.
Für ein weiteres festliches Wildgeflügelgericht empfehle ich meine Fasanenbrust im Serranoschinken mit Trauben und Rahmsauerkraut.
Eine weitere besondere Fleischidee findest du bei meinem Feuilleté mit Rinderfiletspitzen.
Häufige Fragen zu Pappardelle mit Wildhasenragout
Was sind Pappardelle?
Pappardelle sind sehr breite Bandnudeln. Durch ihre große Oberfläche eignen sie sich besonders gut für kräftige Fleisch- und Wildragouts.
Wie lange muss Wildhasenragout schmoren?
Die genaue Zeit hängt von Größe und Beschaffenheit des Fleisches ab. Das Ragout sollte so lange sanft schmoren, bis das Fleisch vollständig gegart und zart ist.
Kann ich Wildhasenragout am Vortag vorbereiten?
Ja. Das Ragout lässt sich sehr gut vorbereiten. Nach dem Abkühlen sollte es kühl gelagert und am nächsten Tag vollständig erhitzt werden.
Welcher Wein eignet sich für Wildhasenragout?
Im ursprünglichen Rezept wird Merlot verwendet. Ein trockener, fruchtiger Rotwein mit nicht zu aggressiven Tanninen passt gut zum Wildhasenragout.
Warum kommen die Hasenknochen mit ins Ragout?
Die Knochen geben beim Schmoren zusätzliches Aroma an die Flüssigkeit ab. Da sie im Ganzen mitgekocht werden, lassen sie sich anschließend leicht wieder entfernen.
Kann ich getrocknete Pappardelle verwenden?
Ja. Getrocknete Pappardelle funktionieren ebenfalls. Ihre Garzeit ist allerdings deutlich länger als bei frischer Pasta und richtet sich nach der jeweiligen Packungsangabe.
Welche Beilage braucht man zu Pappardelle mit Wildhasenragout?
Eine zusätzliche Sättigungsbeilage ist nicht nötig. Die Pasta bildet bereits die Beilage zum Ragout. Glasierte Kirschtomaten und Petersilie ergänzen das Gericht mit Frische und Farbe.
Fazit
Pappardelle mit Wildhasenragout sind ein kräftiges und festliches Pastagericht. Langsam geschmorter Wildhase, Wurzelgemüse, Merlot und klassische Wildgewürze ergeben eine aromatische Soße, die besonders gut an den breiten Bandnudeln haftet.
Die in Butter glasierten Kirschtomaten sorgen zum Schluss für einen frischen Kontrast zum herzhaften Ragout.
Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
