Crème brûlée mit weißer Schokolade und Mandel-Honig-Hippe

von Michael Krauß
Crème brûlée mit weißer Schokolade und Mandel-Honig-Hippe

Crème brûlée mit weißer Schokolade und Mandel-Honig-Hippe

Crème brûlée mit weißer Schokolade ist meine etwas feinere Variante des französischen Dessertklassikers. Weiße Kuvertüre sorgt für zusätzliche Cremigkeit und eine dezente Süße, während Vanille das typische Aroma der Crème brûlée unterstreicht.

Dazu serviere ich eine knusprige Mandel-Honig-Hippe. Der Kontrast zwischen der weichen Creme, der karamellisierten Zuckerkruste und der hauchdünnen Hippe macht dieses Dessert besonders interessant.

Sehr gut passen außerdem frische oder leicht marinierte Beeren dazu. Ihre Fruchtsäure bildet einen schönen Gegenpol zur süßen weißen Schokolade.

Zutaten für die Crème brûlée mit weißer Schokolade

Rezept für 4 Personen

Für die Crème brûlée

  • 600 ml Sahne
  • 60 g Zucker
  • 8 Eigelb
  • 100 g weiße Kuvertüre
  • 1/2 Vanilleschote
  • Rohrzucker zum Karamellisieren

Für die Mandel-Honig-Hippe

  • 30 g Mehl
  • 30 g Honig
  • 20 g weiche Butter
  • 50 g Puderzucker
  • 20 g geröstete, gehackte Mandeln

Optional zum Servieren

  • frische oder leicht marinierte Beeren

Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde 30 Minuten
Kühlzeit: mindestens 3 Stunden
Gesamtzeit: ca. 4 Stunden 45 Minuten
Portionen: 4
Schwierigkeitsgrad: mittel

Crème brûlée mit weißer Schokolade zubereiten

1. Weiße Kuvertüre in der Sahne auflösen

Die weiße Kuvertüre mit einem Messer fein hacken.

Die Sahne langsam auf ungefähr 40 bis 50 °C erwärmen. Sie soll warm sein, aber nicht kochen.

Die gehackte Kuvertüre dazugeben und unter Rühren vollständig in der warmen Sahne auflösen.

Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Das Vanillemark zur Schokoladen-Sahne geben.

2. Eigelb und Zucker verrühren

Eigelb und Zucker in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gründlich verrühren.

Die Masse soll glatt und cremig werden, aber möglichst nicht stark aufgeschlagen werden. Zu viel eingeschlagene Luft kann später kleine Bläschen in der Crème brûlée verursachen.

3. Schokoladen-Sahne und Eigelb verbinden

Die warme Schokoladen-Sahne nach und nach unter ständigem Rühren zur Eigelb-Zucker-Mischung geben.

Nicht alles auf einmal hineingießen, damit das Eigelb durch die warme Flüssigkeit nicht zu schnell erhitzt wird.

Anschließend die fertige Masse durch ein feines Sieb gießen. Dadurch werden eventuelle Rückstände entfernt und die Crème brûlée bekommt eine besonders feine Konsistenz.

4. Crème brûlée im Wasserbad garen

Den Backofen auf 120 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Crème-brûlée-Masse ungefähr 2 cm hoch in eine geeignete flache Auflaufform gießen.

Die Form gut mit Aluminiumfolie abdecken und in eine größere Auflaufform beziehungsweise ein tiefes Backblech stellen.

So viel heißes Wasser angießen, dass die Crème-brûlée-Form ungefähr zur Hälfte im Wasser steht.

Die Creme im Wasserbad etwa 80 Minuten garen.

Sie sollte anschließend gestockt sein, in der Mitte aber noch leicht weich beziehungsweise wackelig wirken. Während des Abkühlens wird die Creme noch fester.

5. Crème brûlée kühlen und ausstechen

Die Form vorsichtig aus dem Wasserbad nehmen und zunächst etwas abkühlen lassen.

Anschließend die Crème brûlée für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Creme muss vollständig durchgekühlt und fest sein, damit sie sich sauber ausstechen lässt.

Mit einem runden Ausstecher vorsichtig Portionen aus der gekühlten Crème brûlée ausstechen und auf Desserttellern anrichten.

6. Zuckerkruste karamellisieren

Die ausgestochene Crème brûlée dünn und möglichst gleichmäßig mit Rohrzucker bestreuen.

Den Zucker mit einem Küchenbrenner karamellisieren, bis sich eine dünne, goldbraune und knusprige Zuckerkruste bildet.

Dabei den Brenner ständig bewegen, damit der Zucker gleichmäßig schmilzt und nicht an einzelnen Stellen verbrennt.

7. Mandel-Honig-Hippe backen

Mehl, Honig, weiche Butter, Puderzucker und geröstete gehackte Mandeln in einer Schüssel zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.

Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Masse sehr dünn auf einer Silikonbackmatte oder auf Backpapier verstreichen.

Die Hippe ungefähr 8 Minuten backen, bis sie gleichmäßig goldbraun ist.

Die genaue Backzeit hängt von der Dicke der Masse ab. Deshalb gegen Ende unbedingt im Auge behalten.

Die Hippe nach dem Backen kurz abkühlen lassen. Solange sie noch warm und biegsam ist, kann sie mit einem Messer in Streifen oder andere Formen geschnitten beziehungsweise gebogen werden.

Nach dem vollständigen Abkühlen wird sie knusprig.

8. Crème brûlée anrichten

Die karamellisierte Crème brûlée mit weißer Schokolade auf Tellern anrichten.

Jeweils eine Mandel-Honig-Hippe dazugeben.

Sehr gut passen zusätzlich frische oder leicht marinierte Beeren wie:

  • Himbeeren
  • Erdbeeren
  • Blaubeeren
  • Brombeeren

Das Dessert möglichst direkt nach dem Karamellisieren servieren, damit die Zuckerkruste schön knackig bleibt.

Was ist Crème brûlée?

Crème brûlée ist ein klassisches französisches Dessert aus einer gebackenen beziehungsweise gestockten Sahne-Eigelb-Creme.

Besonders charakteristisch ist die dünne karamellisierte Zuckerschicht auf der Oberfläche.

Beim Essen bricht man mit dem Löffel durch die knusprige Zuckerkruste und gelangt anschließend zur weichen Creme darunter.

Genau dieser Kontrast zwischen knusprig und cremig macht die Crème brûlée so besonders.

Warum weiße Schokolade in der Crème brûlée?

Weiße Kuvertüre bringt zusätzlich Fett, Kakaobutter und Süße in die Creme.

Dadurch bekommt die Crème brûlée eine besonders cremige Konsistenz und einen etwas volleren Geschmack.

Da weiße Schokolade bereits Zucker enthält, sollte die zusätzliche Zuckermenge nicht unnötig erhöht werden.

Die 60 g Zucker im Rezept reichen deshalb zusammen mit der weißen Kuvertüre vollkommen aus.

Weiße Kuvertüre oder weiße Schokolade?

Für dieses Rezept verwende ich weiße Kuvertüre.

Kuvertüre besitzt einen höheren Anteil an Kakaobutter und lässt sich dadurch besonders gut schmelzen.

Grundsätzlich kann auch hochwertige weiße Schokolade funktionieren, geschmacklich und bei der Verarbeitung bevorzuge ich für dieses Dessert jedoch Kuvertüre.

Warum wird Crème brûlée im Wasserbad gegart?

Das Wasserbad sorgt für eine besonders gleichmäßige und schonende Wärmeübertragung.

Dadurch stockt die Eier-Sahne-Mischung langsam und gleichmäßig.

Ohne Wasserbad wäre die Gefahr größer, dass die Creme am Rand bereits zu fest wird, während die Mitte noch flüssig ist.

Außerdem reduziert die sanfte Hitze das Risiko einer körnigen Konsistenz.

Warum nur 120 °C im Backofen?

Crème brûlée braucht keine starke Hitze.

Bei niedriger Temperatur kann die Eigelb-Sahne-Mischung langsam stocken und bleibt besonders cremig.

Bei deutlich höheren Temperaturen kann die Eiermasse schneller gerinnen und eine weniger feine Struktur bekommen.

Wann ist Crème brûlée fertig?

Die Creme sollte nach dem Garen am Rand fest sein und in der Mitte noch leicht wackeln.

Sie darf nicht mehr vollständig flüssig sein.

Nach dem Abkühlen und während der mindestens dreistündigen Kühlzeit wird sie weiter fest.

Da die Creme bei diesem Rezept ausgestochen wird, ist ausreichendes Kühlen besonders wichtig.

Warum wird die Creme durch ein Sieb gegossen?

Das Passieren sorgt für eine besonders feine Oberfläche.

Dabei werden unter anderem:

  • kleine Eigelbreste
  • Vanilleschotenreste
  • nicht vollständig gelöste Bestandteile

zurückgehalten.

Das Ergebnis ist eine glattere und feinere Crème brûlée.

Welcher Zucker eignet sich zum Karamellisieren?

Ich verwende für die Zuckerkruste Rohrzucker.

Entscheidend ist vor allem, den Zucker sehr dünn und gleichmäßig zu verteilen.

Eine dicke Zuckerschicht braucht länger zum Schmelzen und kann teilweise bereits verbrennen, bevor der gesamte Zucker karamellisiert ist.

Lieber eine dünne, knackige Schicht herstellen.

Crème brûlée mit oder ohne Küchenbrenner?

Mit einem Küchenbrenner lässt sich die Zuckerkruste besonders gezielt herstellen.

Der große Vorteil ist, dass nur der Zucker erhitzt wird und die gekühlte Creme darunter möglichst kalt bleibt.

Genau dieser Temperaturkontrast zwischen kalter Creme und noch leicht warmer, knuspriger Karamellschicht ist besonders schön.

Was ist eine Hippe?

Eine Hippe ist ein dünnes, knuspriges Gebäck, das häufig als Dekoration oder knusprige Komponente bei Desserts verwendet wird.

Direkt nach dem Backen ist die Hippe noch weich und formbar.

Beim Abkühlen wird sie fest und knusprig.

Deshalb muss sie geschnitten oder gebogen werden, solange sie noch warm ist.

Warum kommt Honig in die Hippe?

Honig bringt nicht nur Süße, sondern auch ein eigenes Aroma mit.

Zusammen mit den gerösteten Mandeln passt er besonders gut zur weißen Schokolade und Vanille der Crème brûlée.

Beim Backen karamellisiert die Masse und entwickelt ein deutlich kräftigeres Aroma.

Wie bekommt man die Hippe richtig dünn?

Die Masse sollte möglichst dünn und gleichmäßig auf einer Silikonbackmatte ausgestrichen werden.

Je dünner die Schicht, desto filigraner und knuspriger wird die fertige Hippe.

Ist die Masse unterschiedlich dick verteilt, werden dünne Stellen bereits dunkel, während dickere Stellen noch weich sind.

Wie bewahrt man Mandel-Honig-Hippen auf?

Die vollständig ausgekühlten Hippen sollten trocken und luftdicht aufbewahrt werden.

Feuchtigkeit ist der größte Feind der knusprigen Struktur.

Deshalb würde ich die Hippen nicht direkt auf die Crème brûlée legen und anschließend längere Zeit im Kühlschrank aufbewahren.

Am besten kommen sie erst unmittelbar vor dem Servieren auf den Teller.

Kann man Crème brûlée vorbereiten?

Ja – gerade für Gäste ist dieses Dessert sehr praktisch.

Die Crème brûlée kann bereits am Vortag gegart und anschließend im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Auch die Mandel-Honig-Hippen lassen sich vorher backen und trocken lagern.

Den Zucker würde ich allerdings erst unmittelbar vor dem Servieren karamellisieren.

So bleibt die Oberfläche schön knusprig.

Warum wird die Zuckerkruste nach einiger Zeit weich?

Zucker zieht Feuchtigkeit an.

Liegt die karamellisierte Zuckerschicht längere Zeit auf der feuchten Creme, beginnt sie langsam wieder weich zu werden.

Deshalb ist das Karamellisieren einer der letzten Arbeitsschritte vor dem Servieren.

Welche Früchte passen zu weißer Schokolade?

Besonders gut passen Früchte mit einer gewissen Säure.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Himbeeren
  • Johannisbeeren
  • Erdbeeren
  • Brombeeren
  • Passionsfrucht
  • Zitrusfrüchte

Bei diesem Dessert finde ich Beeren besonders passend, weil sie die Süße der weißen Schokolade ausgleichen.

Marinierte Beeren zur Crème brûlée

Wer die Beeren etwas raffinierter servieren möchte, kann sie kurz vor dem Anrichten marinieren.

Dafür reichen beispielsweise:

  • frische Beeren
  • ein wenig Zitronen- oder Limettensaft
  • eine kleine Menge Zucker

Alles nur kurz miteinander vermengen und einige Minuten ziehen lassen.

Die Beeren sollten dabei ihre Form behalten und nicht zu Kompott werden.

Häufige Fragen zur Crème brûlée mit weißer Schokolade

Kann man weiße Schokolade in Crème brûlée verwenden?

Ja. Weiße Schokolade beziehungsweise weiße Kuvertüre macht die Creme besonders vollmundig und cremig. Weil sie bereits Zucker enthält, sollte zusätzlicher Zucker entsprechend zurückhaltend verwendet werden.

Wie lange muss Crème brûlée in den Backofen?

Bei diesem Rezept wird die etwa 2 cm hohe Creme im Wasserbad bei 120 °C ungefähr 80 Minuten gegart.

Wie lange muss die Crème brûlée kühlen?

Sie sollte mindestens drei Stunden vollständig durchkühlen. Für diese ausgestochene Variante ist eine gut gekühlte und stabile Creme besonders wichtig.

Warum wird Crème brûlée im Wasserbad gebacken?

Das Wasserbad verteilt die Hitze besonders gleichmäßig und sorgt dafür, dass die Eier-Sahne-Mischung langsam stockt und cremig bleibt.

Wann wird Crème brûlée karamellisiert?

Die Zuckerkruste sollte möglichst erst unmittelbar vor dem Servieren karamellisiert werden, damit sie schön dünn und knusprig bleibt.

Was ist eine Mandel-Honig-Hippe?

Eine Mandel-Honig-Hippe ist ein sehr dünnes, knuspriges Gebäck aus Mehl, Honig, Butter, Puderzucker und Mandeln. Direkt nach dem Backen lässt sie sich formen und wird beim Abkühlen fest.

Kann man Crème brûlée am Vortag vorbereiten?

Ja. Die Creme kann bereits einen Tag vorher gegart und gekühlt werden. Den Zucker erst kurz vor dem Servieren karamellisieren.

Welche Früchte passen zur Crème brûlée mit weißer Schokolade?

Besonders gut passen säuerliche Beeren wie Himbeeren, Brombeeren oder Johannisbeeren, weil sie einen schönen Kontrast zur süßen weißen Schokolade bilden.

Mein Fazit

Diese Crème brûlée mit weißer Schokolade verbindet einen Dessertklassiker mit einer etwas üppigeren und cremigeren Variante.

Weiße Kuvertüre und Vanille geben der Creme einen feinen Geschmack, während die karamellisierte Zuckerkruste für den typischen Crunch sorgt.

Die knusprige Mandel-Honig-Hippe bringt zusätzlich Röstaromen und eine zweite knackige Komponente auf den Teller.

Mit frischen oder leicht marinierten Beeren entsteht daraus ein Dessert, das sich sehr gut vorbereiten lässt und trotzdem beim Servieren besonders wirkt.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

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